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Halbzeit-Update: Ferien, neue Schule & Vieles mehr

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¡Hola! Fast drei Monate sind seit meinem letzten Eintrag schon verstrichen - in dieser Zeit habe ich sehr viel erlebt und war auch sehr schreibfaul, was meine lange Abwesenheit erklärt. Ein paar Texte habe ich in der Zwischenzeit trotzdem verfasst, die ich eigentlich nicht für diesen Blog geschrieben habe, aber vielleicht nach und nach hier veröffentlichen werde. Doch jetzt fange ich mal von vorne an: Seit meinem letzten Reisebericht von der Tatacoa Wüste hat sich für mich Einiges verändert. Ich habe nun schon seit ein paar Monaten das Gefühl, endlich richtig angekommen zu sein und fühle mich hier sehr wohl. Momentan kann ich mir noch gar nicht vorstellen, mich schon in einem halben Jahr wieder in ein Flugzeug nach Deutschland zu setzen. Im November nahm der übliche Alltag mit Schule, vielen "Festivos" (Feiertagen) und dementsprechend vielen Ausflügen seinen Lauf. Ich war unter Anderem mit ein paar Freunden in Barbosa, einem kleinen Dorf, zelten. Obwohl es manchmal echt...

Tatacoa: Festival & durch die Wüste reiten - Reisebericht II

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Wer meinen letzten Reisebericht gelesen hat, weiß vielleicht, dass ich während meines Urlaubs nicht nur in Medellín, sondern auch in der Tatacoa Wüste war. Was ich dort alles erlebt habe, erfahrt ihr in diesem kurzen Bericht - viel Spaß! Direkt nach der Medellínreise stieg ich zusammen mit zwei anderen Freiwilligen weiter in den nächsten Bus Richtung Tatacoa. Nach der für mich zweiten Nacht hintereinander im Reisebus kamen wir ziemlich verschlafen in Neiva an. Eine ganze Weile später fanden wir endlich einen kleinen Bus, der uns gleich in die Wüste brachte. Ich habe fast die ganze Fahrt lang geschlafen, doch als ich ein paar mal zwischendurch meine Augen öffnete, konnte ich nicht glauben, wie schön die Landschaft hinter dem schmutzigen Autofenster war - und das obwohl wir noch nicht mal da waren. Unser Plan, irgendwo in der Wüste wild zu zelten, wurde (zum Glück) zerschlagen als uns der Fahrer, ohne dass wir danach fragten, bis zu einem kleinen Campingplatz brachte. Es war wirklich ...

Kein Amazonas, aber dafür Medellín! - Reisebericht I

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Flug nach Leticia und Hostel für die erste Nacht gebucht, Sonnencreme und Vorfreude im Rucksack eingepackt, der letzte Arbeitstag vor den Ferien rückte immer näher - die lang ersehnte Reise Richtung Amazonas konnte also endlich losgehen! Dachte ich zumindest. Aus verschiedenen Gründen konnte ich die ersten sechs Tage der Ferien leider doch nicht im Regenwald verbringen. Die Enttäuschung war mindestens genauso groß wie meine Vorfreude. Den Flug konnte ich leider weder stornieren noch umbuchen... es konnte niemand etwas dafür, es ist einfach alles ziemlich blöd gelaufen. Geärgert habe ich mich aber schon lange genug und zum Glück fließt der Amazonas auch in zehn Monaten noch durch Kolumbien - mir läuft also nichts davon. Vielleicht werde ich die Reise nächstes Jahr nachholen, wenn mich meine Eltern hier besuchen - und Vorfreude ist schließlich die schönste Freude. Mit den angekündigten Berichten über den Amazonas müsst ihr euch also noch eine Weile gedulden. Natürlich habe ich meinen Url...

Ein regnerischer Tag am Lago de Tota

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Am vergangenen Samstag bin ich mit einigen anderen Freiwilligen zum Lago de Tota gefahren, dem größten See Kolumbiens, der sich auf ca. 3000 Höhenmetern mitten in den Anden befindet. Obwohl es echt schwer war, sich nach einer nicht ganz so langen Nacht am Wochenende so früh morgens aus dem gemütlichen Bett zu quälen, hat es sich definitiv gelohnt. Nachdem ich wie immer etwas zu spät am Terminal in Tunja ankam, saßen wir schon bald im Bus. Was die "Pünktlichkeit" betrifft, habe ich mich schon ganz gut an die kolumbianische Mentalität angepasst. Schon zu diesem Zeitpunkt meinte es das Wetter nicht gut mit uns. Während der Regen leise auf die Fensterscheiben prasselte, war ich froh, noch eine Stunde im Bus vor mich hindösen zu können. In Sagamoso angekommen, musste ich mir sofort mein lang ersehntes Frühstück kaufen. Die Freude über das 200-Pesos-Brötchen wurde jedoch schnell getrübt als ich feststellen musste, dass es so wie fast alles, was man hier zu essen findet, eine Füllun...

"Grünes Meer" - ein kurzer Text über einen wunderschönen Ort

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In diesem kurzen Text versuche ich euch zu beschreiben , wie wunderschön dieser Ort (bei Togüí) war - doch das muss man einfach selbst gesehen haben. Wenn ihr wissen möchtet, was ich dort gemacht habe, könnt ihr diesen Eintrag lesen. Grünes Meer Mit offenem Mund sitze ich auf dem Beifahrersitz neben meinem Gastbruder und drücke meine Nase an der Fensterscheibe platt - ich komme aus dem Staunen gar nicht mehr raus. Während wir auf einer kleiner, von Schlaglöchern übersähten Straße, die sich einen Berg hinaufschlängelt, fahren, erstreckt sich neben uns das Paradies: Meine Augen blicken auf eine hügelige Landschaft, bewachsen von den verschiedensten Pflanzenarten in so vielen unterschiedlichen Grüntönen, die ich noch nie gesehen habe. Ein Meer aus Farben und doch ist es nur eine einzige - grün so weit das Auge reicht. Kein Foto der Welt könnte diese Vielfalt jemals einfangen. Hier und da eine kleine, zerfallene Hütte, die das Bild noch idyllischer macht als es ohnehin schon ist. Wir ...

September Update: Warum nichts von mir kam, Togüí & Incubus

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¡Hola! Wie ihr vielleicht bemerkt habt, war es in den letzten Wochen sehr ruhig um meinen Blog. Das lag zum Teil daran, dass ich krank war - mittlerweile bin ich aber wieder fit. Außerdem haben mir sowohl die Motivation als auch Ideen zum Schreiben gefehlt. Das hat sich zum Glück geändert und somit werdet ihr in nächster Zeit hoffentlich mehr von mir hören! Trotzdem möchte ich euch ein bisschen davon erzählen, was in den letzten Wochen so bei mir passiert ist: Mittlerweile habe ich hier in Tunja schon fast so etwas wie einen Alltag - was genau ich in der Schule und in meiner Freizeit so treibe, möchte ich aber in einem anderen Eintrag genauer beschreiben. Der "Zauber des Anfangs" ist langsam aber sicher verschwunden, was ich aber nicht negativ bewerte - dadurch hat man einen realistischeren Blick auf vieles, was hier passiert. Wobei ich aber zugeben muss, dass ich diesen "Zauber", wie ich ihn bei neuen Dingen kenne, hier nicht so sehr gespürt habe. Das bedeutet ...

"Ich packe meinen Koffer" - ein Text über Abschied und Erinnerungen

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Ich packe meinen Koffer Ich packe meinen Koffer und nehme mit den Lagerfeuerduft, der noch an meiner Ukulele haftet. Die Erinnerungen an lange, sternenklare Nächte voller Gitarrenklänge, Lebensfreude und Mückenstiche. Ich packe meinen Koffer und nehme mit den Dreck an meinen Wanderschuhen, den ich von den Alpen bis nach Tunja mitgeschleppt habe. Ich packe meinen Koffer und nehme mit die Erwartungen an das kommende Jahr. Die aufgeschobenen Dinge, die unerfüllten "das machen wir noch bevor ich weg bin"-Vorhaben. Ich packe meinen Koffer und nehme mit das zerknüllte Metroticket aus Paris, das ich in meinem Geldbeutel vergessen habe. Die alte Sonnenbrille, die seit dem letzten Festival kaputt in meinem Rucksack liegt - als hätte ich geahnt, dass sich die warmen Sommertage dem Ende neigten. Ich packe meinen Koffer und nehme mit zwei viel zu schwere Fotoalben - doch Erinnerungen wiegen nun mal viel. Und dieses Gewicht lastet nicht nur auf meinem Koffer, sondern auch auf mir. Mein ...